Dying Light 2. Viele haben davon berichtet und auch ich – als Fan des ersten Teils – kann es mir leider nicht nehmen lassen, dieses Spiel einmal anzusprechen.

Zunächst: Ich stehe in keinem Verhältnis zu dem Publisher (Techland), habe keinerlei Zuwendungen erhalten und das Spiel inklusive Konsole & Zubehör sowie etwaiges Verbrauchsmaterial in Form von Chips, Cola, Pizza und Bissabdruckentferner für den Tisch selbst gekauft. Daher ist meine Meinung zu dem, was Techland hier verbrochen hat, absolut ungeschönt, ein wenig von Frustration geplagt und ehrlich.

Die (Test-) Umgebung

Ja, ich bezeichne unser Wohnzimmer mit Absicht als Testumgebung. Weil, etwas anderes ist es bisher wirklich nicht, was Dying Light 2 angeht und leistet.

Wir (meine Frau und ich) spielen beide jeweils auf einer Playstation 4 Pro, ein etwas älteres Modell, welches aber stabil Ihre Arbeiten verrichten. Eine Playstation 5 wäre toll gewesen, aber bisher haben wir es nicht hinbekommen eines der begehrten und unterversorgten Modelle zu ergattern.

Damit einher geht: Leider machen wir abstriche was die Grafik angeht und müssen hin und wieder mal mit dem einen oder anderen größeren Ruckler leben, insbesondere, wenn das Spiel gerade gestartet worden ist. Das gibt sich aber meist nach fünf bis zehn Minuten und ist zu verschmerzen. Leider leben wir damit auch mit etwas um die 30 FPS, aber gut, das lässt sich nicht ändern.

Also: Als Plattform kommt bei uns die Playstation 4 zum Einsatz.

Spaß macht es ja. Irgendwie.

Bevor wir uns aber an das eigentliche Thema machen, verliere ich erstmal die Worte, die Dying Light 2 in ein gutes Licht rücken lassen: Es macht unglaublich viel Spaß!

Und das muss man halt einfach mal genau so stehen lassen. Wir haben bisher rund 100 Spielstunden hinter uns, sind gerade im Endgame (letzte Story-Quest), haben unzählige Zombies Ihren Köpfen und Gliedmaßen entledigt (wir spielen die Pegi-Version – die ich übrigens jedem Empfehlen kann, der keine kleinen Kinder neben sich auf dem Schoß zu sitzen hat) und als Fans von Open-World-Games sind wir allgemein sehr angetan.

Die Story selbst ist eigentlich sehr schön – wenn man sie denn erleben kann. 

Zu erwähnen wäre auch noch, dass wir das komplette Spiel im Koop spielen.
Aber auch dazu kommen wir gleich als nächstes und im Detail.

Die Welt selbst geht zu einem ziemlichen Großteil ohne Ladezeiten ineinander über und wenn es doch mal kurz eine Ladezeit gibt, ist sie selbst auf der Playstation 4 nur wenige Sekunden lang.

Die Welt an sich ist hübsch designed und ich gehe davon aus, dass sie auf der Next-Gen Konsole oder auf einem passenden Rechner noch viel schöner aussehen wird. Leider fehlt es mir da im direkten Vergleich.

Story und Grafik bekommen von mir daher beide die Note 2. Eine zwei Deshalb, weil ich bereits Dying Light 1 gespielt habe und auch zum vergleich mal wieder gestartet habe und Dying Light 1 bereits einen recht guten Maßstab an Grafik hatte. In der gesamten Zeit der Entwicklung hätte doch sicher noch eine Schippe oben drauf gelegt werden können.

Das Erlebnis

Wo fangen wir am besten an? Was begegnet uns bei dem ersten Starten von Dying Light 2 als erstes? Richtig, die Steuerung. Wenn man – wie wir – doch recht viele Games spielt, hat sich eine gewisse Steuerung bei vielen Publishern als gut und sinnvoll erwiesen.

Dying Light 2 bzw. Techland macht hier aber einfach irgendwie alles anders. Im späteren Verlauf erhält man z.B. auch einen Bogen oder eine Armbrust und kann ganz gezielt anvisieren.

Wer die Steuerung von einschlägigen Games (Far Cry, GTA, CoD, usw.) kennt, der weiß, dass man oftmals mit dem linken Schulterbutton anvisiert. Aber nein, in Dying Light 2 drückst du die R3 Taste (das ist der rechte Analogstick). Das ist ungewöhnlich aber man gewöhnt sich daran.

Möchte man übrigens sprinten oder rennen, drückt man den linken Analogstick (L3). Das wird im Laufe des Spiels aber irgendwann echt anstrengend für den Daumen, sodass ich ihn mir am liebsten hin und wieder abgehackt und weggeworfen hätte. Aber weil es so schön ist, hat man ja noch einen zweiten Daumen: Den machste Dir mit deinem Überlebensblick (den man eigentlich permanent auf der Suche nach Loot benötigt) auch den zweiten Daumen kaputt.

Techland: Die Tasten L3 und R3 sind absolut nicht für einen Dauereinsatz tauglich.

Das störte mich aber schon am ersten Teil von Dying Light. Es wird sicherlich Gründe geben, warum sich das jemand ausgedacht und überlegt hat, aber ich finde sie für den Einsatz absolut unpraktisch.

Und ja, ich kenne die Funktion Tasten neu zu belegen, aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust mir über eine Steuerung Gedanken zu machen, wo ich welche Taste wie belegen kann um mich nicht selbst von anderen Funktionen abzuschneiden.

Koop: Zusammen und doch alleine

Nachdem man nun den ersten Schock verdaut hat, kämpft man sich durch das Tutorial. Ich kann mich erinnern, dass das eine knappe Stunde gedauert hat. Dann kann man – wenn man möchte – mit einem Partner in den Koop Modus wechseln.

So wie wir es getan haben. Und hier beginnt schon der erste Teil der Enttäuschung:

Im Koop spielt man ausschließlich im Speicherstand des Hosts (in dem Fall mein Frauchen). Mein eigener Spielstand ist noch immer auf dem Stand der ersten Story-Quest.

Das hat für mich einfach zweierlei mal negativem Beigeschmack. Erstens: Ich werde die Story bei mir kein zweites mal spielen, weil ich zwischenzeitlich völlig OverPowered mit meinem Charakter bin. Die Zombies und Gegner fallen praktisch schon um, wenn sie mich sehen. Klar, ich stecke in den Missionen für Level eins bis maximal zwei Charaktere fest und bretzel denen mit einer Level acht Keule oder Machete eins über. Das liegt nicht nur am Level der Waffe, sondern auch an der Waffenstärke die man sich im Laufe der Zeit erarbeitet. Man beginnt logischerweise mit niedrigen Waffen (Waffenstärke fünf bis zehn) und meine aktuellen Waffen sind mittlerweile bei 300+. Es macht auch nicht viel Sinn einfach niedrigere Waffen zu kaufen oder welche zu finden, weil diese ebenfalls alle einen viel höheren Waffenlevel haben. Ich hätte mir also von beginn an – und um die Schwierigkeit etwas aufrecht halten zu können – Waffen zur Seite legen müssen. Aber woher soll man das wissen.

Dazu kombiniert gibt es dann noch die Fähigkeiten die man erwirbt. Ich habe mittlerweile natürlich viel zu viele Fähigkeiten – die man im Laufe des Spiels auch braucht – und renne praktisch durch ne Horde Zombies einfach durch oder springe drüber. Man muss sich tatsächlich extrem konditionieren, um dann also nicht einen Speedrun hinzulegen. Schwierig. Extrem Schwierig.

(Es bringt übrigens auch nichts die Schwierigkeit des Spiels an sich anzuheben, dann brauchts in den ersten Leveln maximal zwei Schläge und die Zombies fallen um.)

Das ist übrigens auch bei anderen Games ein Problem. Far Cry 6 glänzt hier ebenfalls nicht mit einem wirklichen Story-Koop. Hingegen können andere Games wiederum beweisen, dass es möglich ist. Zum Beispiel Destiny 1 & 2. Nachdem man hier das Tutorial durch hat, lässt sich die gesamte Story mit einem Partner spielen OHNE das eine Story eines Spielers leidet.

Es geht also. Warum setzt man das nicht um? Ist übrigens auch ein Kritikpunkt den viele andere (auch schon bei Games vor Dying Light 2) bemängelt haben. Man hätte also daraus lernen können (gilt übrigens auch für Far Cry 6). Aber gut, man kennt es und lernt damit zu leben.

Schade ist einfach nur, dass bestimmter Loot Story-Abhängig ist. Zum Beispiel bekomme ich keine Armbrust, die gibt es nämlich nur als Belohnung für den eigenen Story-Fortschritt. Zwar ist sie keine besondere Waffe in der Hinsicht, es wäre aber doch schön gewesen Sie zur Abwechslung nutzen zu können.

Waffenarsenal

Waffen. Sind ja in Dying Light allgemein ein besonderes Thema. Ziemlich schnell merkt man zum Anfang an: Die Dinger gehen relativ fix kaputt und werden unbrauchbar. Gut, das ist in Ordnung, findet man doch zum Beginn recht viel Nachschub und probiert auch eine Menge Waffen aus.

Irgendwann aber, wird es plötzlich recht eintönig. Die Händler haben keinen neuen Stuff, das Waffenlevel bleibt immer niedrig (auch, wenn man in der Story voran schreitet) und modifizieren kann man die meisten Waffen der Händler auch nicht, dafür sind sie zu schwach.

Kurzer Exkurs: Man kann Waffen in Dying Light allgemein modifizieren. Dafür stehen verschiedene Mods, die man nach und nach Kaufen und aufrüsten kann, zur Verfügung. Problem hier ist wieder: Man benötigt dafür verschiedene Zombie-Münzen, die bekommt man hauptsächlich nur in der Nacht und von bestimmten Bossen bzw. stärkeren Gegnern. Und diese sind recht schwer zu finden. Irgendwann mangelt es also an den wichtigen Münzen und der Upgrade-Fluss wird einfach unterbrochen. Ich habe zwischenzeitlich drei Mods fast bis zum Ende aufgemotzt, um einfach das maximale aus den Waffen rausholen zu können.

Um jetzt aber noch andere Mods probieren und aufrüsten zu können müsste ich ewig Farmen. Und Farmen ist eigentlich so mitunter das geringste auf was ich Bock habe. Klaro, ein bisschen ist immer dabei und man sammelt automatisch. Von den drei Arten der Zombiemünzen fehlt es mir hauptsächlich an der dritten Stufe. Hier wäre es doch schön gewesen, wenn man tauschen kann. Aber nein, man muss jede Münzenart sammeln (und man weiß am Ende noch nicht einmal was man für Loot von den Gegnern bekommt – unter Umständen ist man dann fünf Minuten mit einem dicken Gegner beschäftigt und bekommt Münzen erster Güte…).

Also was bleibt: Ich spiele meine Waffen immer mit den gleichen Mods, weil die anderen Mods die Waffenstärke reduzieren würden und man das Waffenlevel benötigt, wenn es Richtung Endgame geht.

Und noch blöder: Man kann die Mods nicht wechseln. Einmal festgelegt steht die Kombi. Man kann also nicht mal fix zwischen einem Feuer-Mod und einem Elektro-Mod wechseln, weil man mal Lust auf Abwechslung hat. Dazu benötigt es dann eine neue Waffe.

Und was noch noch blöder ist: Die Waffen gehen ja nach einer Weile kaputt. Jeder Mod repariert die Waffe um 50 Punkte, sprich optimalerweise spielt man mit einer Waffe erst ohne Mods um sie einfach länger am leben zu erhalten und dann mit dem ersten Mod wieder zu reparieren. Das gleiche mit dem zweiten Mod. Nur so bleibt einem eine tolle Waffe auch eine längere Zeit erhalten.

Um den Spoiler lesen zu können, einfach unten aufklappen.

Um die Waffen für die Ewigkeit zu konservieren, gibt es von den Entwicklern einen Talisman, der sich auf die meisten Waffen (mindestens ab Stufe Lila) dauerhaft anwenden lässt. Den Talisman findet man in einem Easteregg im VNC Tower.

Ein Video wie ihr an den Talisman kommen könnt findet ihr hier: Dying Light 2: Korek Anhänger finden

Ist ganz nett, dann braucht man seine favorisierten Waffen gar nicht mehr tauschen *lol*

Laut diversen Youtubern und Foren findet man die begehrten Waffen wohl hauptsächlich in GRE Behältern, wo man diese auch belassen sollte, wenn man bereits eine Auswahl an Waffen hat. Denn sobald man sie einsammelt, spawnen die Waffen nicht neu (das wurde leider in einem Update gepatcht). Was das ganze aber auch schwierig macht die Waffen überhaupt wiederzufinden, denn auf der Karte kann man sich nichts extra markieren… .

Also entweder auf dem aktuellen Waffenlevel einsammeln oder irgendwann mal wieder durch Zufall auf eine bessere goldene Waffe stoßen. Oder man macht sich selbst eine Karte und markiert die Standorte, wo man noch nicht eingesammelt hat. Aber ernsthaft: Wer macht das?

Bug-Bounty Hunter

In der heutigen Zeit ist es ja bekannt, dass man Games geliefert bekommt, die einfach nicht fertig sind. Day-One-Two-Three-Patches sind üblich und werden praktisch schon mit dem Release erwartet.

Bei Dying Light 2 habe ich felsenfest den Eindruck, dass die Entwickler ab etwa der Hälfte des Spiels (so ungefähr ab dem Zeitpunkt, wo man in die zweite Stadt – dem Zentralring- kommt) einfach keinen Bock mehr hatten.

Wer das Zitat kennt, wird wissen was ich meine ;).

Ab der zweiten Hälfte von Dying Light 2 begannen die Probleme immens anzusteigen. Ich zähle daher einfach einige auf, die uns permanent begegnen.

Zu den lustigeren Bugs gehören ja noch irgendwelche grafischen Fehler, die Zombie (oder Einzelteile dieser) in der Gegend herumschwirren lassen. Dann steckt halt einfach mal ein Fuß in einer Wand oder ein Zombie guckt zur Hälfte aus einem Auto heraus.

Auch zu den Bugs die man absolut verkraften kann gehören diverse logische Fehler, wie dass es in einem Aufzug oder einem Gebäude einfach regnet (und sich sogar Wasser am Boden sammelt) oder auch einfach mal Texturen von Personen bzw. NPCs fehlen. Sie sehen dann einfach grau aus und haben keine Haut oder andere „menschliche“ Merkmale. Letzteres passiert aber wohl mehr in der Zeit nach dem das Spiel gestartet wurde. Damit lässt es sich leben, so behindert es mich nicht oder nur kurzzeitig das Spiel zu spielen. Außerdem kennt man es von diversen Far Cry Teilen, die glänzen ebenfalls mit (ich möchte fast sagen ‚absichtlich‘) eingebaute Bugs.

Eine bodenlose Frechheit!

Ein spannender Bug, dem ich hier auch einen eigenen Absatz widme (herzlichen Glückwunsch: Du hast es geschafft), ist auch jener, dass die Weltkarte mehrmals einfach nicht mehr existent ist. Oder einfach Teile der Welt komplett fehlen (wie mal eine Fahrstuhltür, durch welche man dann ewig durch den Boden fällt) oder mehrfach auch gar kein Boden in Dying Light 2 vorhanden ist und man auch dann ewig durchs nichts fällt, bis man irgendwann vor Erschöpfung stirbt oder irgendwo scheinbar aufschlägt.

Tollerweise hat es nicht einmal geholfen, dass Spiel neu zu laden, sodass man direkt wieder im gleichen Bug landete. Erst nach einem kompletten Neustart des Spiels ging es wieder. Ihr könnt euch vorstellen, wie mir das Gesicht entglitten ist, als ich dachte das mein Spielstand zerstört gewesen wäre. Genauso hab ich mich selbst aufatmen gehört, als es nach einem kompletten Neustart wieder funktionierte… .

Story zum selber schreiben

Aber jetzt wird es Kritisch: Es mag Leute geben, die interessieren sich für die Story eines Spieles nicht und hämmern durch die Dialoge wo es nur geht. Dazu gehören wir definitiv nicht. Wir wollen die Story erleben. Mitbekommen. Mit der Story Leben und verstehen warum dieses und jenes passiert oder passieren wird.

Was benötigt man dazu? Richtig! DIE STORY!

Meine Frau und ich spielen an zwei Geräten und zwei Fernsehern die ziemlich nah beieinander stehen. Mit einem leichten zeitlichen Versatz haben wir uns bei vielen Spielen angefreundet und das würde im Alltag oder bei getrennten Orten an denen gespielt wird auch überhaupt nicht auffallen (vermutlich, dass was die meisten zwischendurch mal mit Kumpel:in so machen).

Wir sitzen also nun vor zwei Geräten, sehen die Story zweimal und permanent bzw. andauernd hat eines der Spiele das Problem, dass die Story-Charaktere einfach nicht reden. Es gibt keine Sprachausgabe, die Lippen bewegen sich nicht und es gibt keinen Untertitel. Man hört nur noch Hintergrundgeräusche (Knurren von Zombies, Regnen, Donnern oder den Charakter stöhnen, wenn er mal wieder verletzt wurde). Einfach nichts. Gar nichts.

Nun haben wir den Vorteil, dass wir dann einfach bei dem anderen mithören oder lesen können. Wenn ich mir jetzt aber vorstelle, dass ich mit jemandem die Story bestreite, der NICHT neben mir sitzt und ich habe permanent keine Story die ich verstehen kann: Ist das einfach nur ein Witz und absolut untragbar.

Vor allem dann, wenn man für die Story auch Entscheidungen treffen muss, die wichtig sein können bzw. Einfluss auf den restlichen Verlauf des Spiels haben.

Wir hatten auch schon die tolle Situation, dass bei uns beiden die Story nicht zu lesen und zu hören war. Ganz prima. Das hat uns tierisch genervt.

Und diese Probleme nehmen im Verlauf des Spiels immer weiter zu.

Nun ist doch aber mal gut, oder?

Wars das an Fehlern? Nö. In der letzten Woche, wird das Spiel im Koop noch weitaus unspielbarer. Die Verzögerungen zwischen den Konsolen bzw. den Spielern sind so groß, dass mitunter über mehrere Minuten der Hinweis „Warte auf Spielpartner“ zu sehen ist. Klar, in der Zeit rasselt (meistens meine) Playstation erst die Dialoge runter, bis der Host weiter machen kann.

Oftmals klappt auch das annehmen von Quests einfach nicht. Die erste Playstation wartet auf die zweite Playstation und dann wieder umgekehrt. Es kommt einfach kein vernünftiger Spielfluss mehr zustande. Ich war zwischenzeitlich schon so genervt, dass ich gesagt habe, dass ich keine Lust mehr habe weiter zu spielen.

Und nein: Unser Internet ist eigentlich ganz gut konfiguriert, sodass ich lokale Probleme tatsächlich ausschließen kann.

Eingangs erwähnte ich ja bereits, dass wir aktuell in der letzten Quest stecken. Hierzu möchte ich noch eine bzw. zwei Quests vorgreifen. Es geht um die Mission „Jetzt oder Nie“. In dieser Mission muss man z.B. eine Entscheidung treffen um einen Ort freizuschalten (ich Spoiler hier jetzt einmal nicht).

Zu beginn dieser Mission ist Dying Light einfach komplett abgestürzt. Die Playstation meiner Frau zeigte einen Error und wir konnten das Spiel neu starten. Ja gut, das gehört auch regelmäßig zum Alltag (oftmals wenn ich z.B. aus dem Spiel aussteige), man ist es also gewohnt das Spiel hin und wieder neu zu starten.

Wir starten es also neu und was ist passiert? Es erscheint der Hinweis „Jetzt oder Nie“ erfolgreich abgeschlossen. Was? Wie? Ohne, dass wir irgendwas entschieden haben? Laut „Tagebuch“ haben wir uns den Verlauf der Quest angesehen und es wurden natürlich willkürliche Entscheidungen getroffen.

Sauber. Ein zurücksetzen des Speicherstandes (wurde ja netterweise von Techland eingeführt) brachte tollerweise keinen Erfolg, da das Spiel dann einfach wieder abstürzte. 

Wir wurden also wortwörtlich um einen wichtigen Teil der Story-Line gebracht und waren dadurch sichtlich angepinselt.

Und jetzt habt ihr keine Lust mehr, oder warum spielt ihr nicht weiter? Tjoa, das liegt einfach daran, dass wir es danach nicht mehr geschafft haben in den Koop-Modus zu gelangen. Ich kann meiner Frau einfach nicht mehr beitreten. Es kann keine Verbindung hergestellt werden, der Online-Status wechselt von „Verbunden“ zu „Nicht verbunden“ und ich fliege regelmäßig aus Ihrer Sitzung.

Danke für nichts. Wir nehmen also wortwörtlich an den Problemen Teil, die so viele User bemängeln.

Fazit

Es heißt ja so schön: Wenn du für etwas nichts bezahlst, dann bist Du das Produkt. Ich würde meine Erwartungen grundsätzlich runterschrauben, wenn ich für dieses Spiel nicht den vollen Preis bezahlt hätte oder Bugs innerhalb von kurzer Zeit einfach mal ausgemerzt worden wären. Mittlerweile ist ein Monat vorüber und es bestehen noch immer so viele Fehler, die das Spiel absolut – mit seiner schönen Story und dem Spielspaß den man dabei hat, die Welt zu entdecken und Horden von Zombies niederzumähen – überschatten und mich bereits mehr als einmal zum Fluchen gebracht haben, weil es mir einfach nicht in den Kopf geht, wie man ein Spiel so unfertig beendet veröffentlichen kann. Was steckt dahinter? Druck der Aktionäre? Geldmangel? Keine (fähigen) Mitarbeiter – ohne irgendwem nahe treten zu wollen -? Oder musste der Release einfach passieren, bevor andere Triple-A Titel (wie Horizen oder Gran Turismo 7) veröffentlicht werden?

Dying Light 2 ist eigentlich nur wenige Milimeter davon entfernt in das gleiche Dilemma wie Cyberpunk zu rennen (das wir uns aufgrund der Playstation 4 Problematik bisher noch nicht angetan haben – auch wenn es wohl schon etwas besser sein soll).

Das Geld was wir für Dying Light 2 investiert haben, war es bisher maximal zur Hälfte wert. Leider.

Bildquellen

Kategorien: Gaming

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